Kinder YouTuber/TikToker/.. wie geht ihr als Eltern damit um?

by Minni

Kinder vor der Kamera - Modern oder ein No-Go?

Wir schreiben das Jahr 2021, und man sieht immer jüngere Kinder mit Smartphones die sowohl auf YouTube, Twitch oder TikTok unterwegs sind. Die meisten Plattformen haben in ihren AGBs einen Abschnitt in dem die Nutzung der Plattform erst ab 13 oder 16 Jahren erlaubt ist. Das kann man in den meisten Fällen durch die Einwilligung der Eltern umgehen.
Sollte sich also nun ein Kind mit 10 Jahren bei z.B. TikTok oder YouTube anmelden, so wird dieser gebannt. Aber auch hier versucht man mit der Info “Eltern führen den Account” in der Profilbeschreibung einem Bann zu entgehen..
Es gibt also einige Accounts auf diversen Social Media Plattform die durchaus zwischen 10 und 13 Jahren sind und locker um die 500k + Abonnenten haben. Aber was soll ich sagen, dass ist ja mittlerweile fast normal, und normal ist doch OK – Oder? Wenn z.B. die liebe Bea von Nebenan mit 6 Jahren ihr Smartphone in die Hand nimmt und durch YouTube scrollt kommt vielleicht irgendwann der Gedanke “Boa, das will ich auch machen!” – und was dann? Ich selbst habe noch keine Kinder, bin aber jetzt schon mega gespannt darauf von euch zu lesen, wie ihr damit umgehen würdet. Meine Meinung dazu und wie ich damit umgehen würde, findet ihr weiter unten im Fazit.

Kommen wir zurück zum Thema “Eltern führen den Account”. In den meisten Fällen kommen Kinder-Influencer selbst vermutlich kaum auf die Idee eine Kooperation mit einem Unternehmen einzugehen um die nächste Tagecreme für Kinder vorzuführen. Die Eltern kümmern sich also um  Kooperationen, Videoschnitt und mehr. So traurig das klingt, es wundert mich nicht.. Es gibt auf Plattformen wie YouTube bereits einige Tutorials wie man sein eigenes Kind am besten vermarkten kann.. Ich glaube das fällt dann in die Kategorie “Family-Content”. Klar, im Internet gibt es eigentlich nichts was es nicht gibt.. Aber kommt schon, wie weit müssen wir noch gehen? 🙁

Es gibt natürlich auch noch eine ganz andere Seite. Eltern die das Hobby ihrer Kinder liebevoll fördern. Erst letztens habe ich mich mit einem sehr stolzen Papa unterhalten der seinen Hobbyraum im Keller aufgibt um dem Sohn ein komplettes Youtube Studio für sein Hobby zu basteln. Und das ist doch total schön, oder? Wenn das Hobby des Kindes durch die Eltern unterstützt wird und dessen Kreativität gefördert wird? Die Hobbys der Kinder werden so oder so immer digitaler, früher haben alle angefangen auf Malblöcken zu zeichnen, heute startet man teilweise direkt auf dem Zeichen Tablet. Als ich denke wir haben kaum mehr die Möglichkeit dem ganzen aus dem weg zu gehen. 

Fazit

Wie gesagt, ich habe selbst noch keine Kinder und kann mir nur grob ausmalen wie man damit umgehen könnte. Allerdings vermute ich, man wird an diesen Themen einfach nicht mehr vorbei kommen. Die Plattformen komplett zu verbieten wird schwierig, also könnte man sich daran versuchen Aufklärung zu betreiben. Wenn ein Kind Videos machen will, muss es auch wissen: Das Internet vergisst nie. Und die Videos werden für alle möglichen zwecke genutzt – aber wie soll man das einem Kind klar machen? Es ist wirklich ein schwieriges Thema, ich bin gespannt eure Meinungen, Ideen oder vielleicht Erfahrungen zu lesen. Es ist für mich ehrlich gesagt bisher ein sehr gruseliger Gedanke, so junge Menschen in das sehr oft nicht so nette WWW zu lassen.. Mobbing, Bewertungen, man findet so viel unschönes mit dem Kinder mit z.B. 13 noch gar nicht umgehen können – wie auch selbst ich als 29 jährige bin mit manchen Situationen oder Kommentaren überfordert. Zu oft werden Meinungen geteilt ohne an den Menschen dahinter zu denken, der Druck überhaupt bewertet zu werden und was das mit einem macht ist auch total krass. Wenn mir das schon auffällt, was macht das dann mit Kindern? Was denkt ihr dazu?

[ Images by Elijah Merrell , bruce mars , Sharon McCutcheon on Unsplash ]

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